Home > Blog > Heißer Job für coole Köpfe

Am vergangenen Wochenende fühlte ich mich wieder ein klein wenig in meine Kindheit zurückversetzt. Beim Besuch der Feuerwache Süd am Münchner Flughafen fiel mir sofort die Kinderserie ein, die ich immer gern angesehen habe: Grisu, der kleine feuerspeiende Drache, der immer Feuerwehrmann werden wollte.

2015_0923_Feuerwehr 1

Wasser, Marsch!

Der kleine Film zeigt auch, dass Eltern die Berufswahl ihrer Kinder oft nicht begrüßen. Auch der kleine Grisu konnte seinen Vater nicht überzeugen, Feuerwehrmann zu werden. Der Vater fand den Berufswunsch eine „unsinnige Idee“.

So unsinnig ist der Beruf des Feuerwehrmannes / der Feuerwehrfrau jedoch nicht. Leben retten ist eine der Hauptaufgaben, die Feuerwehrleute tagtäglich ausüben. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Brand oder um einen Unfall handelt, bei dem Leben gerettet werden. Viele große Städte haben eine große Berufsfeuerwehr, dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. Wenn Du hier Deine Ausbildung machst, wirst Du als Beamter im mittleren, gehobenen oder dem höheren Dienst (je nach Deiner Vorbildung) eingestellt. Du musst in jedem Fall mit Schichtarbeit und Bereitschaftsdiensten, auch am Wochenende und an Feiertagen, rechnen.

2015_0923_Feuerwehr 3

Der Arbeitsplatz mit viel Technik und Powermotor

Neben den vielen kommunalen Einrichtungen haben auch große Betriebe eine eigene Feuerwehr. Meist sind es Werkfeuerwehren, die von der Regierung anerkannt sind. Viele Feuerwehrleute in den Werkfeuerwehren sind hauptberuflich tätig, das heißt, sie verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Oft werden diese Kräfte auch noch von nebenberuflichen oder gar ehrenamtlichen Kräften unterstützt. Im Großraum München sind Werkfeuerwehren am Flughafen München, bei der TU München, dem Kraftwerk in Zolling, dem Helmholtz Zentrum, dem Isar-Amper-Klinikum oder der Linde AG zu finden.

Diese Werkfeuerwehren haben sich verständlicherweise auf die in ihrem Unternehmen möglichen Einsätze spezialisiert. Klar, oder?

Also, warum nicht Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau werden? Tja, ein paar Dinge sind da schon wichtig, die Du mitbringen solltest:

2015_0923_Feuerwehr 2– Feuer und Gefahrensituationen dürfen Dir keine Angst machen.

– Du musst psychisch sehr stabil sein und darfst nicht losheulen, wenn Du verletzte Menschen siehst.

– Du musst immer konzentriert arbeiten können und absolut aufmerksam sein.

– Du musst bereit sein, im Schichtdienst, auch nachts, arbeiten zu wollen.

– Du musst absolut gesund und sportlich fit sein, über Kraft und Ausdauer verfügen.

– Der Job ist nur etwas für Teamplayer.

– Du musst Dich gut organisieren können und auch in hektischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren.

Ganz klar, dass Du für diesen speziellen Beruf einen anspruchsvollen Eignungstest machen musst, wo Du Deine körperliche und technische Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen musst. Auch Fach- und Allgemeinwissen wird abgefragt.

Nach der Ausbildung kannst Du Dich auch in diesem Beruf spezialisieren und weiterbilden. Du kannst Gruppen oder Zugführer, Einsatz- oder Abteilungsleiter werden. Du kannst auch Spezialausbildungen machen, z. B. Atemschutzgeräteträger oder Löschboot-Maschinist.

Im Feuerwehr-Magazin kannst Du 12 wichtige Dinge nachlesen, die Du unbedingt vor Deiner Ausbildung wissen solltest. Schau doch mal rein!

2015_0923_Feuerwehr 4

Perfekte Arbeitsorganisation

Mich persönlich hat die hervorragende Organisation in der Feuerwache beeindruckt. In Windeseile sind die Feuerwehrleute in ihren Fahrzeugen und am Einsatzort. Warum? Weil die Stiefel samt der Hose schon fix und fertig bereit zum „Hineinspringen“ vor dem Fahrzeug stehen (siehe Bild).

Ich fand es super, dass die Mitarbeiter so stolz auf ihre Arbeit, auf ihren Fuhrpark und auf ihren Zusammenhalt im Team sind. Das geht aber auch nur dann, wenn man konstruktiv zusammenarbeitet und gute Laune mit einbringt. Für Miesepeter ist so ein Team natürlich nichts!

Und, wäre das nun ein Beruf für Dich?

 

P.S: Heute gibt es auch eine tolle Kinderserie zum Thema „Feuerwehr“, die Dir vielleicht bekannt ist. Es ist „Feuerwehrmann Sam“.
Auf unserer Facebook-Seite findet Ihr noch ein paar weitere Fotos 🙂