Home > Blog > So geht Weihnachtsfeier!

Deine ersten Wochen sind um, Du hast Dich gut eingelebt, viele Kollegen kennengelernt und bestimmt zu einigen Menschen Vertrauen gefasst. Und nun: Die alljährliche Weihnachtsfeier steht an, Du hast die Einladung schon erhalten. Es ist eine gute Möglichkeit, sich nach der ersten Zeit noch besser in die Firma zu integrieren. Doch wie sollst Du Dich verhalten? Wir zeigen, wie es klappt!

„Nö, ich geh‘ da nicht hin, is‘ meine Freizeit“

2015_1130_Weihnachtsfeier 1Das wäre schade. Denn mit Deinem „Nein“ zur Einladung Deines Chefs* zur betrieblichen Weihnachtsfeier zeigst Du, dass Du nicht dazugehören möchtest. Klar, die Feiern finden meist in Deiner Freizeit statt und Du bist grundsätzlich nicht verpflichtet, dort hinzugehen. Überwinde Dich, gehe hin. Meist wird es bei Feiern oder Events richtig schön, wenn man eigentlich ja gar nicht hingehen wollte. Außerdem zeigst Du, dass Du über gute Umgangsformen verfügst, wenn Du der Einladung Deines Chefs* folgst.

Und wenn die Feier während der Arbeitszeit stattfindet? Dann heißt das nicht, dass Du frei hast, wenn Du nicht teilnehmen möchtest. In diesem Fall heißt es für Dich, ganz normal weiterzuarbeiten.

Es gehört zum guten Ton, pünktlich zu kommen, wenn es einen festen Beginn, z. B. 19 Uhr, für die Feierlichkeit gibt. Die meisten Feierlichkeiten beginnen mit einer Begrüßung und einer kleinen Ansprache der Geschäftsleitung. Es wäre sehr unhöflich, wenn Du mitten in die Begrüßung hineinplatzt oder erst dann kommst, wenn alle bereits zu Tisch sitzen.

2015_1130_Weihnachtsfeier 3Bei der Begrüßung halte Dich an die im Betrieb üblichen Rituale. Das hast Du ja in den vergangenen Monaten gut beobachten und lernen können. Wichtig ist, dass Du auf alle Fälle Deinen Chef* begrüßt sagst und Dich bei der Gelegenheit auch für die Einladung bedankst. Danach kannst Du alle anderen Anwesenden begrüßen. Natürlich in der entsprechenden Rangfolge – aber das hast Du ja sicher schon gelernt, wie das geht, oder?

Gutes Benehmen zeigst Du zudem, wenn Du Dich angemessen kleidest. Du sollst weder in Deinen Arbeits- noch in Deine Freizeitklamotten dort erscheinen. Es muss auch nicht der Anzug und die Krawatte sein. Wenn Du unsicher bist, frage doch bei den erfahrenen Azubis aus dem 2. und 3. Lehrjahr oder bei Deinem Ausbilder nach dem Dresscode.

Was ich esse? Das teuerste natürlich, denn der Chef zahlt heute

2015_1130_Weihnachtsfeier 4Stimmt, die Geschäftsleitung zahlt heute die Rechnung. Was aber nicht heißt, dass es für Dich ein Freibrief ist, den Hummer zu bestellen, wenn alle anderen (einschließlich des Chefs) den Bayerischen Brotzeitteller wählen. Orientiere Dich bei Deiner Bestellung einfach an den Sitznachbarn (in der Hoffnung, dass diese über die entsprechenden Höflichkeitsformen verfügen…) oder am Chef selbst.

Bei großen Feierlichkeiten wird das Essen oft vorbestellt. Dazu findest Du am Aushang / Schwarzen Brett eine Liste mit Menü- oder Essensvorschlägen. Trage Dich hier unbedingt ein, denn niemand außer Du selbst kennt Deinen Essengeschmack. Sonst erlebst Du unter Umständen eine unangenehme Überraschung auf der Feier.

Wenn Buffet angeboten wird, drängle Dich nicht als Erster dorthin. Auch hier gilt es, die Hierarchie des Betriebes zu beachten. Außerdem kannst Du so bereits mit einem unauffälligen Blick auf die Teller der Kollegen sehen, was alles angeboten wird.

2015_1130_Weihnachtsfeier 4bDu bist nun an der Reihe: Nimm kleinere Portionen und häufe nichts übermäßig auf, lade den Teller nicht übervoll. Besser ist es, Du holst Dir später noch etwas.

Sollte der Chef während des Essens seine Ansprache halten, dann ruhen Teller, Besteck und Gläser.

Gähn – welch‘ langweiligen Gespräche

Das mag schon sein, dass nicht jedes (Tisch)Gespräch Dein Interesse weckt. Bleibe jedoch höflich und höre dennoch aufmerksam zu. Du kannst durch Zuhören mehr über die Personen, ihren Berufsweg oder über die Firma erfahren.

Jedoch STOPP, wenn es um Lästereien und Tratschereien geht: Halte Dich hier konsequent raus. Hier ist es sogar erlaubt, Deine Ohren „auf Durchzug“ zu stellen. Beteilige Dich in keinem Fall daran!

2015_1130_Weihnachtsfeier 2Wenn Du Gespräche beginnst, dann empfehlen wir Dir „Small Talk“. Das sind unverfängliche Gespräche über Urlaub und Hobbies, Bücher oder Musik, Filme oder Kunst. Zeige ruhig Interesse an Deinen Kollegen, wenn Du sie z. B. über ihren Werdegang in der Firma befragst oder über ihre Ausbildung. Lass daraus aber bitte kein Verhör werden und akzeptiere, wenn Dir Dein Gesprächspartner nicht alle Fragen beantworten möchte. Bohre hier nicht weiter nach. Ein geschickter Gesprächspartner wird Dich in diesem Fall zu einem geeigneten Thema weiterleiten.

Und dass Dein Handy an diesem Abend in der Tasche verschwunden ist, ist sonnenklar, oder? Na also, ich wusste, Du kennst Dich aus!

Nun zur allerwichtigsten aller wichtigsten Benimmregeln im Betrieb überhaupt:

2015_1130_Weihnachstfeier 5Du sollst Dich nicht betrinken! Alkohol lockert die Zunge und Du sagst Sachen, die Du hinterher bitterböse bereust – oder im Zweifel gar nicht mehr weißt, weil Du viel zu tief ins Glas geschaut hast. Glaube mir: Alle anderen im Betrieb wissen dann mehr als Du. Wie peinlich ist das denn, bitte?!?

Außerdem neigt man dazu, alle zu Duzen. Das geht gar nicht! Auch wenn Dir die ranghöheren Mitarbeiter das „Du“ anbieten, sei vorsichtig: Am nächsten Tag ist das meist vergessen und schon tappst Du in die Duz-Falle im Betrieb.

Mit zunehmendem Alkohol-Konsum beginnen viele Kollegen untereinander zu flirten. Aufgepasst – nächste Falle! Denke daran, dass Du Deinem Flirt-Partner am nächsten Tag wieder im Betrieb begegnest. Auch hier könnte es zu unangenehmen Begegnungen kommen…

Also gilt für Dich: Finger weg vom Alkohol!!!

Nun alles klar für Deine erste Weihnachtsfeier im Betrieb? Dann wünsche ich Dir eine tolle Weihnachtsfeier, bei der Du viele gute Gespräche führst und Dich noch mehr in den Betrieb integrieren kannst!

Wir freuen uns auf Deine Erfahrungen – schreib uns!

* Das männliche Wort „Chef“ spricht natürlich auch alle weiblichen Führungskräfte, also Chefinnen, an. Der Einfachheit halber haben wir nur die männliche Führungsrolle genannt. Generell wurde im Artikel nur die männliche Form verwendet – der Lesbarkeit wegen. Angesprochen sind beide Geschlechter gleichermaßen.