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Das soziale Miteinander im Betrieb ist eine neue Besonderheit, die Dich erwartet. In der Schule hattest Du, außer Deinen Lehrern, nur Gleichaltrige um Dich herum. Das ist nun anders. Viele Kollegen (und auch Kunden) verschiedener Altersgruppen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten.

Nun heißt es, mit sozialen Kompetenzen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wir zeigen Dir, wie es geht. Fangen wir gleich einmal mit der Höflichkeit an.

Höflichkeit

2015_0817_Tueroeffner im Job 1Neben einem natürlichen und offenen Lächeln sammelst Du schnell Sympathien, wenn Du grundlegende Umgangsformen beherrschst. Grüße alle Menschen, die Dir im Betrieb begegnen, mit einem freundlichen „Guten Morgen“ oder „Grüß Gott“ – auch ein „Hallo“ ist erlaubt. Grüße lieber zweimal als keinmal, wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du die Person bereits begrüßt hast. Es könnte ja der Chef oder ein wichtiger Kunde sein, der Dir über den Weg läuft.

Ist doch klar, dass Du Deinen Gruß deutlich aussprichst und nicht murmelst oder nuschelst? Gut so! Dein Gegenüber soll Dich ja schließlich auch verstehen.

Wichtig: Stecke den Kopf nicht ein! Blicke Dein Gegenüber immer offen und freundlich an. Schnell kann sonst der Eindruck entstehen, dass Du etwas zu verbergen hast. Obwohl Du eigentlich nur schüchtern und unsicher bist.

Das geht nicht auf Knopfdruck? Ich weiß. Nimm Dir die Zeit, Deine Unsicherheit zu überwinden. Erinnere Dich nur immer wieder daran und übe, übe, übe. Das wird schon!

„Bitte“ und „Danke“ sollten in Deinem Wortschatz auf keinen Fall fehlen! Diese beiden kleinen Zauberwörter sind Türöffner, Du solltest sie Dir angewöhnen: Du zeigst damit, dass Du die Bemühungen anderer honorierst und die Unterstützung durch Deine neuen Kollegen nicht als selbstverständlich hinnimmst.

Wenn Du mit jemandem redest oder Dich Dein Azubi-Betreuer in die Arbeit einweist, nimm die Hände aus den Hosentaschen. Das mag zwar im Privatleben cool sein, in Deinem Betrieb zeigst Du damit Dein Desinteresse. Also ist’s im Job uncool.

Aufmerksam durch’s Leben gehen

2015_0817_Tueroeffner im Job 2Wenn Du durch Türen gehst, empfiehlt sich ein Blick über die Schulter: Ist da noch jemand, der durch die gleiche Tür will? Dann, bitteschön: Tür aufhalten!

Ganz höflich ist es, wenn Du die Tür aufhältst und Deine Kollegen zuerst durchgehen lässt. Das ist natürlich situationsabhängig. Bist Du schon „durch“, dann reicht aufhalten. Stehst Du aber vor der Tür und öffnest sie erst, dann lasse doch Deine Kollegen zuerst durchgehen. Ein nettes Lächeln und ein „Bitteschön“ und schon hast Du wieder Pluspunkte gesammelt.

Du machst die Ausbildung im Handel oder in einem Betrieb mit viel Kundenbetrieb (z. B. Friseur)? Dann gehe doch dem Kunden voraus, wenn er die Hände vollbepackt mit Taschen hat, und öffne ihm die Tür. Eine freundliche Verabschiedung mit Lächeln und Dein Kunde kommt sehr gerne wieder.

Und das Beste: Diese Investition kostet Dich keinen Cent! Sympathien bekommst Du gratis obenauf.

Sonstige Unarten, die Du abstellen solltest

2015_0817_Tueroeffner im Job 3Der Stöpsel im / auf dem Ohr ist für Dich ganz normal? Musik ist Dein Leben? Schön, das freut mich! Musikhören entspannt, weil andere „Lärmfaktoren“ ausgeschaltet werden. Insbesondere z. B. morgens bei der Bahnfahrt kann es durchaus positiv sein, sich von dem lärmenden Umfeld abzugrenzen und sich so auch entspannt auf die Arbeit einzustimmen (mache ich übrigens auch so).

Aber: In der Arbeit sollst Du Deine Konzentration auf die Arbeit richten und auch für Deine Ausbildungsbeauftragten jederzeit ansprechbar bleiben. Das gelingt nunmal nicht, wenn die Stöpsel im Ohr hängen.

In der Pause steht ja nichts dagegen, sich zum Entspannen zurückzuziehen. Denke jedoch daran, dass Du Dich dann auch aus dem sozialen Miteinander in der Firma ausgrenzt. Also bitte nur fallweise, nicht täglich.

Das Handy gehört für Euch selbstverständlich zum Leben dazu. Es merkt sich Termine, man bleibt mit Freunden in Kontakt und ist immer und überall erreichbar.

Im Job hat es jedoch feste Grenzen: Arbeitszeit heißt, dass Du Deine Kraft und Konzentration Deinem Ausbildungsbetrieb zuwendest. Und nicht Deinen Freunden im Chat! Privates Telefonieren ist ebenfalls tabu. Nicht nur mit dem Handy, auch mit den Firmentelefonen.

Informiere Dich, welche Regeln am Arbeitsplatz im Umgang mit Handys gelten. Daran solltest Du Dich unbedingt halten. Es drohen sonst unangenehme „Nebenwirkungen“, wie z. B. Ausbildergespräche und Abmahnungen.

Kurzum: Handy und Musikgeräte sind selbstverständlich während der Arbeit aus – aber das wusstest Du eh schon, oder?

Die Namen – und dann noch die Frage „Sie“ oder „Du“?

Gut ist es, wenn Du Dir die Namen Deiner Kollegen merken kannst. Oft sind es jedoch zu viele auf einmal. Konzentriere Dich auf die Kollegen, die für Dich in den ersten Tagen unmittelbare Ansprechpartner sind. Frage nach einem Organigramm oder nach einer Telefonliste. Manche Namen würde man sicherlich falsch schreiben, wenn man sie nur „zu Ohren bekommt“

Und: Keine Bange, nach und nach lernst Du sie alle kennen!

Halte Dich unbedingt mit dem Duzen zurück! Oft ist es so, dass der/die Auszubildende generell mit „Du“ angesprochen wird. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass Du den Chef auch gleich Duzen darfst. Warte, bis man Dir das „Du“ anbietet und sprich Deine neuen Kollegen zunächst mit „Sie“ an – dann bist Du auf der sicheren Seite.

2015_0817_Tueroeffner im Job 4So, hast Du nun den Durchblick? Sehr gut!

Hast Du Fragen? Dann her damit – wir beantworten sie gerne.

Welche Tipps und Vorschläge hast Du noch, damit andere Azubis von Dir lernen können? Wir freuen uns auf Deine Geschichte!

P.S: Ihr wollt gleich zum Einstieg in die Ausbildung einen guten Eindruck hinterlassen? Ihr wollt Eure Umgangsformen aufpeppen? Im Seminarprogramm von BizTrain4U findet Ihr bestimmt das passende Angebot – reinklicken lohnt!