Home > Blog > Was macht eigentlich ein Fachinformatiker Systemintegration?

Fachinformatiker – ein Beruf mit vielen Facetten. Heute stellen Euch die Azubis von Fischer Systempartner aus Freising den Beruf vor. Wir, die Auszubildenden Tobias, Maximilian, Tobias, Florian und Benedikt von Fischer Systempartner GmbH in Freising erzählen Dir, wie ein Tag in der Ausbildung normalerweise abläuft. Aber was ist schon normal?

Der Fachinformatiker hat zwei Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Daneben gibt es noch die Berufe IT-Systemelektroniker und der IT-Systemkaufmann. Wir erzählen Dir heute, was an einem Tag als „Fachinformatiker Systemintegration“ so alles passiert.

Straffe Organisation

2015_1022_Fachinformatiker Fischer 2 Unser Tag ist in der Regel straff durchorganisiert und lückenlos. Unsere Kunden erwarten, dass ihre Probleme schnell analysiert und behoben werden. Solange das Problem besteht, kann der Kunde meist nicht weiterarbeiten und verliert wertvolle Zeit. Daher steht der Techniker oft unter Zeitdruck – besonders wenn ein ganzes Unternehmen oder alleine nur der Versand oder die Produktion stillsteht.

Dies fängt am Morgen an mit dem Starten des PCs an. Die Ticketmanagementsoftware leuchtet in allen Farben und drängt den Mitarbeiter, loszulegen. Ein Ticket ist ein über das Internet eingehende Kundenanfrage. Permanent kommen neue Tickets hinzu und die bereits vorhandenen müssen parallel dazu abgearbeitet bzw. nachgehalten werden. Hierzu brauchen wir ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Organisationstalent.

Neben den online eingehenden Tickets kommen noch die Anrufe von Kunden hinzu, die Fragen haben und diese Probleme lieber mit ihrem zugewiesenen Servicetechniker persönlich besprechen.

2015_1022_Fachinformatiker Fischer 5Wir wechseln zwischen Innen- und Außendienst, was unseren Beruf sehr abwechslungsreich macht. Im Innendienst erledigen wir die Fernwartung (oft mehrere zeitgleich) und beantworten telefonische Kundenanfragen oder E-Mails von Kunden. Daneben bereiten wir auszuliefernde PC’s, Server und das Zubehör vor.

Und mit den vorbereiteten PC’s geht’s zum Kunden: Dort stellen wir sie so auf, dass der Kunde sofort nach Abschluss unserer Arbeit „loslegen“ kann.

Für den Kunden mitdenken

Wir müssen allerdings nicht nur die geforderten Arbeiten erbringen, sondern für den Kunden mitdenken. Keine Sorge, wir sagen damit nicht, der Kunde ist nicht dumm! Jedoch haben wir die Erfahrung mit Netzwerken, weil es unsere tägliche Arbeit ist. Der Kunde hat andere Fähigkeiten und genau deshalb vertraut er uns: Damit er seine Fähigkeiten zu Geld machen kann.

Oft müssen wir „verzwickte“ Angelegenheiten lösen, weil der Kunde am falschen Ende spart: Der zuvor beauftragte Dienstleister (oder sogar noch der Bekannte oder Verwandte) wurde aus Kostengründen gewählt, die Qualität war dementsprechend schlecht. Du kennst das ja sicher: Ein T-Shirt für 2,99 € ist nach zweimal Waschen ja auch nicht mehr das Gleiche, oder?

Wir sind Dienstleister!

2015_1022_Fachinformatiker Fischer 1Der Dienstleistungsgedanke – den müssen wir in uns tragen. Wenn ein Kunde etwas bestellt, müssen wir den Kunden und dessen Infrastruktur kennen. Basierend auf diesem Wissen, analysieren wir: ist dies die richtige Wahl, das richtige Produkt, die richtige Software? Denn wenn ein Kunde ein bestimmtes Programm verwendet, kann es sein, dass sich dies deutlich auf die Hardware oder auf die Konfiguration des Netzwerkes auswirkt.

So, und hier kommt neben unserem Fachwissen auch das Wissen über unseren Kunden zum Einsatz. Wir sollten wissen, welche örtlichen Gegebenheiten uns erwarten, welche Anforderungen der Kunde an das gesamte System oder Netzwerk stellt und welche Entwicklung der Kunde in den nächsten Jahren plant. Wir erarbeiten für den Kunden ein ganzheitliches Konzept, das zukunftsorientiert angelegt ist. Zukunftsorientiert bedeutet in der „schnellen IT-Welt“ einen Zeitraum von etwa 5 Jahren.

Jetzt brauchen wir noch Verhandlungs- und Vertriebsgeschick und natürlich einen Überblick über das Budget, das der Kunde uns vorgibt.

Wie Du siehst, eine sehr anspruchsvolle Aufgabe!

Wenn wir diese Aufgabe gemeistert haben und das Angebot umgesetzt wird, heißt es nun, die einzelnen Komponenten lauffähig zu bekommen. PCs und Server müssen teilweise gebaut oder mit Arbeitsspeicher und Festplatten ergänzt werden. Wir müssen Programme installieren, die auch im Verbund über ein Netzwerk funktionieren. Hierbei sind die unterschiedlichsten Hürden zu nehmen. Etwas macht unseren Beruf nicht leichter: Wir sind oft abhängig von anderen Dienstleistern, z. B. der Telekom für die Hausanschlüsse. Da heißt es oft, warten…

Nacharbeiten – wichtig für den schnellen Support

2015_1022_Fachinformatiker Fischer 3Nach der Installation eines neuen Systems ist der Auftrag aber nicht beendet. Jetzt beginnt der Teil des Auftrages der mit zu den Wichtigsten gehört: Die Dokumentation! Es gibt für einen Techniker nichts Nervenaufreibenderes als eine nicht vorhandene oder falsche Dokumentation eines vorhandenen Netzwerkes. Es fängt an bei der Beschriftung von Patchfeldern, Kabeln und allen Komponenten, bis hin zu den Zuweisungen der eingesetzten Lizenzen zu den entsprechenden PCs etc. Es muss jederzeit nachvollziehbar sein, welche Elemente in einem System verbaut sind und wie sie ineinander greifen.

Ein Beispiel: Ausfall eines PC beim Kunden

Der Kunde meldet einen defekten PC. Der Techniker sieht in die Dokumentation und Lizenzverwaltung und weiß sofort, wie der PC zu konfigurieren ist. Das gleiche Produkt, bzw. ein gleichwertiger PC kann so in der Werkstatt komplett vorbereitet werden und dann schnellstmöglich durch den Techniker vor Ort eingebunden werden.

Eine der täglichen Hauptaufgaben ist das schnelle aber auch nachhaltige Lösen von Problemen. E-Mails werden nicht mehr zugestellt, der Drucker ist nicht mehr erreichbar, Außenstellen des Unternehmens haben keinen Zugriff auf Dateien welche auf dem Hauptserver liegen, Backups werden nicht mehr erstellt – die Liste ist beliebig erweiterbar. Hierzu ist es wichtig, Forscherdrang zu besitzen und den eisernen Willen das Problem schnellstmöglich für den Kunden zu lösen. Aufgeben ist keine Option! Der Kunde braucht eine schnelle und nachhaltige Lösung.

Wir haben täglich was vor!

2015_1022_Fachinformatiker Fischer 4Unsere täglichen Ziele sind:

– dass das gesamte IT-System des Kunden funktioniert,

– dass alles lückenlos dokumentiert ist: „Was“ bei „welchem Kunden“ gemacht wurde,

– dass alle erbrachten Leistungen im Ticketsystem erfasst und verbucht sind.

Nichts für Warmduscher 😉

Dieser Beruf erfordert eine Menge an Skills: Ausdauer, Multitasking-Fähigkeit, Leistungs- und Dienstleistungsorientiert, Fingerspitzengefühl, Genauigkeit, Vertriebs- und Verhandlungsgeschick und die damit verbundene Kommunikationsfähigkeit – 100% ist gut, mehr ist besser.

Abgesehen von der täglichen Arbeit im Betrieb müssen wir uns immer auf dem aktuellen Stand halten: Über neue Produkte, Trends und Entwicklungen in der Technik der Hardware sowie der Software.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Systemadministrator ein sehr anspruchsvoller und sehr interessanter Beruf ist. Wir würden den Beruf jederzeit wieder erlernen wollen!

Hey, und wenn Du den Beruf auch lernen möchtest – komm zu uns! Hier findest Du aktuelle Stellenangebote bei Fischer Systempartner GmbH in Freising.