Home > Blog > Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm

Kennst Du die Sesamstraße? Nein? Ein Klassiker unter den Kindersendungen, vielleicht ist sie Dir ja aus Deinen Kindertagen bekannt. In dem Lied heißt es „Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu seh’n, manchmal muss man fragen, um sie zu versteh’n“. So wird es Dir auch in der Ausbildung gehen. Täglich wirst Du neue Dinge kennenlernen. 

2015_0826_Fragen 1Durch Nachfragen mit sog. „Offenen Fragen“ erhältst Du viele Informationen, weil diese Fragen nicht mit einem „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Beispiele für offene Fragen sind:

♦ „Warum wird das so gemacht?“
♦ „Wie geht der Vorgang weiter?“
♦ „Was ist vorher passiert?“
♦ „Welche Abteilungen erhalten den Vorgang noch / vorher?“

Du zeigst damit, dass Du Dich für Deine Ausbildung interessierst. Du verstehst die Zusammenhänge schneller und Du findest Dich in die komplexen Arbeitsabläufe besser ein. Das freut übrigens auch Deine Ausbilder, wenn Du wissbegierig bist – und es schlägt sich positiv in Deiner Beurteilung nieder!

Du wirst in den ersten Tagen sehr, sehr viel lernen. Lege Dir ein schönes Notizbuch oder einen Block zu, wo Du alles Neue notieren kannst. Falls Du über ein Tablet verfügst, frage vorher an, ob Du das im Betrieb für Notizen nutzen darfst. Oft ist die „elektronische Notizbuch-Variante“ in Betrieben nicht gerne gesehen – weil ja auch andere Dinge, wie z. B. Spiele darauf sind, die Dich ablenken könnten.

2015_0826_Fragen 2Meinen Azubis habe ich geraten, zunächst alles auf Papier zu notieren, später auf dem PC in „Reinschrift“ bringen und mit Mustern, z. B. ein ausgefülltes Vertragsmuster, in einem Ordner abzulegen. So hast Du Dir selbst ein kleines Handbuch angefertigt und kannst, wenn Du später wieder in diese Abteilung kommst, nachsehen, wie die Arbeitsvorgänge bearbeitet wurden.

Lege Dir einen Ordner an, in dem Du alle Formulare und Vordrucke ausgefüllt ablegen kannst. Fülle diese Formulare aus und notiere Dir auch, warum Du bestimmte Felder so und nicht anders ausfüllen musst.

Meist wechselst Du im Laufe Deiner Ausbildung die Abteilungen. Du kommst dann in einem zweiten Abschnitt wieder in bestimmte Abteilungen zurück. So kannst Du an Dein bisher Erlerntes anknüpfen und hast Deine Notizen und Formulare als Muster mit dabei.

Du hast etwas nicht gleich verstanden?

Niemand wird von Dir verlangen, dass Du Dir die vielen neuen Dinge gleich auf Anhieb merken kannst: Trau Dich – frage nach, wenn Du etwas nicht genau verstanden hast. Lieber einmal mehr nachfragen, als Fehler zu machen, die im Nachhinein mit viel Aufwand korrigiert werden müssen.

„Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer“  ist ein Sprichwort aus China. Das heißt, es keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Also traue Dich, Fragen zu stellen. Fragen ist generell die Grundlage, viel lernen zu dürfen.

Nix geht mehr!

2015_0826_Fragen 3Puh, so viel Wissen muss in Deinen Kopf… Die Konzentration lässt auch irgendwann nach. Da hilft eines: Mineralwasser und Traubenzucker. Trinke ausreichend Wasser oder Tee an Deinen ersten Tagen. Dazu hilft es, wenn Du ab und an etwas Traubenzucker isst.

Für kleine geistige Auszeiten eignen sich Botengänge: Biete Dich an, Unterlagen oder die Post zu verteilen. Durch die Bewegung aktivierst Du Dein Gehirn neu und bist danach wieder aufnahmebereit. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass Du Dich aktiv ins Team mit einbringst und noch dazu die Kollegen in den anderen Abteilungen besser kennenlernst.

Aber Vorsicht: Dehne Deine Botengänge nicht ungebührend aus – sonst wirst Du schnell zum „Abseiler“ abgestempelt!

Na, noch Fragen? Oder alles klar? Diskutiere mit, wenn Du Tipps und Erfahrungen teilen möchtest. Wir freuen uns!

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